Verarbeitung

Durch verschiedene Verarbeitungstechniken können mit HYLITE® kreative Designs für die Bereiche Office Supply, Möbelbau und Produktdesign, für Displays und Aufsteller am Point of Sale realisiert werden. Individuelle dreidimensionale Anwendungen werden hier durch Formschneiden, Umformen oder die anderen gängigen Verarbeitungsmethoden für Aluminiumverbundplatten (siehe DIBOND®-Broschüre) realisiert. Darüber hinaus lässt sich das Kernmaterial von HYLITE® als Scharnier benutzen, d.h. HYLITE® lässt vielfache Biegungen zu, ohne schadhaft zu werden. Hierfür müssen die beiden Aluminiumdeckschichten gegenüberliegend eingefräst werden. Der RWTÜV testete die Scharnieranwendung auf 80.000 schadensfreie Biegungen.

Durch eine Pulverbeschichtung kann HYLITE® die Anforderungen spezieller Oberflächen mit größeren Schichtdicken (> 30µm) erfüllen, zum Beispiel eine erhöhte Kratzfestigkeit.
HYLITE® hält einer Temperaturbelastung zwischen +125° C und +165°C kurzzeitig (ca. 15 – 20 Minuten) stand, d.h. es kann mit einem Niedertemperaturpulverlack beschichtet werden.
Die max. Temperaturbelastung von HYLITE® liegt bei +165°C; dies entspricht dem Schmelzpunkt des Kernmaterials.

HYLITE® wurde ursprünglich für Industrieprodukte, die tiefziehfähig sein müssen, entwickelt. Daher wurde als Kernmaterial Polypropylen gewählt. Die Verformbarkeit von HYLITE® wird von den Aluminiumdeckschichten, nicht vom Kernmaterial, begrenzt. Die erforderlichen Tiefziehkräfte sind im Vergleich zu Stahl viel niedriger, da nur die zwei Deckbleche mit einer Gesamtdicke von 0.4 mm verformt werden müssen. Dies führt zu geringerem Werkzeugverschleiß und somit zu geringeren Instandhaltungskosten.

Tiefziehfähig sind alle HYLITE®-Varianten mit weichen Deckschichten, dies sind die Stärken 1,4 mm sowie 2,4 mm. Der minimale Werkzeugradius beträgt 6-8 mm. Er ist abhängig von der beabsichtigten Ziehtiefe, der Bogenrundung und der Zugkraft. Die Ausformgeschwindigkeit sollte ungefähr 60 mm pro Sekunde betragen.

Parameter:

Legierung EN AW 5182 Al Mg 4.5 Mn 0.4
Streckgrenze Rp.0.2: 130 N/mm²
Zugfestigkeit Rm: 260 N/mm²
Bruchdehnung A50: 18%
Tiefziehkraft: 5 bar (entspricht bei d=100 mm 4kN)


HYLITE® kann auch geprägt werden. Hierbei ist die Bruchdehnung zu beachten. Diese liegt bei der harten Legierung (HYLITE® 1,2 mm und 2,0 mm) bei 4 %. Soll eine Prägung mit 1,0 cm Breite ausgeführt werden, beträgt die maximale Dehnung von HYLITE® 0,4 mm. Die weiche Legierung (HYLITE® in 1,4 mm und 2,4 mm Stärke) hat eine höhere Bruchdehnung von 18 %. Die Prägekonturen werden unter Verwendung der harten Legierung klarer (deutlicher) abgebildet, die weichere Legierung zeigt weichere Verläufe in den Konturabbildungen.

Für Gravuren kann auf HYLITE® klassisch, wie auf anderen metallischen Oberflächen, mit dem Stichel gearbeitet werden. Ziel dabei ist es, Flächen matt erscheinen zu lassen. Die aufgeraute Oberfläche bzw. die vertieften Linien können zusätzlich mit Farbpaste ausgelegt und damit optisch hervorgehoben werden. Die Linienstärke kann von sehr dünn bis sehr breit ausgeführt werden.

Für Empfehlungen zu Werkzeugen und Maschinen sowie Tipps und Tricks zur Verarbeitung für ein optimales Ergebnis können Sie uns gerne ansprechen.

Siebdruck Kaschieren Klemmen

Scharniereffekt Scheren Wasserstrahlschneiden

Gravieren Pulverbeschichten Prägen

Kleben Schrauben Nieten

Biegen Stanzen Formschneiden, formfräsen

Bohren Sägen